Ich habe heute meinen X7 beim Kunden, schräg am leicht abfallenden Hang geparkt und kam kaum aus meinem Wagen. Die Tür geht einen Spalt auf und der Motor hält ordentlich gegen meine Ambitionen die Tür weiter zu öffnen.
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Ich habe heute meinen X7 beim Kunden, schräg am leicht abfallenden Hang geparkt und kam kaum aus meinem Wagen. Die Tür geht einen Spalt auf und der Motor hält ordentlich gegen meine Ambitionen die Tür weiter zu öffnen.
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Gibt es in der Runde jemanden mit ähnlichen Erfahrungen?
immer mal was Neues ! 😉
Hast du die Türeinstellung denn auf Soft/Einfach/Leicht oder so ähnlich eingestellt?
Meine das man das unterschiedlich konfigurieren kann.
Die Unterstützung ist auf Standard eingestellt.
Ich habe das gestern bei einer Ladestation gehabt.
Die Hangschräge war minimal, kaum zu sehen.
Die vorderen Türen haben korrekt funktioniert.
Die hinteren sind aufgegangen und dann langsam und ruckelnd von alleine bis fast wieder zu.
Diese Erfahrung habe ich noch nicht machen dürfen. Die Idee, Insassen vor einem "drohenden Absturz" zu schützen finde ich per se nicht schlecht.
Ich bin gespannt darauf, wie diese Gimmicks im Winter funktionieren!
Das Gegenteil habe ich, an einer sehr leichten Hanglage geparkt, schon erlebt. Die Türe wollte nicht weit genug öffnen weil sie die Grashalme als ernstzunehmendes Hindernis sah. Manuell ging das dann aber (so wie von mir eingestellt) mit geringem Kraftaufwand.
Gestern öffnete ich, geparkt neben einem anderen Auto, die Türe von aussen. Sie öffnete soweit korrekt, ging nah an die Türe des Fahrzeuges neben mir, übersah jedoch (wie ich erwartete) dessen und meinen Rückspiegel. Ich konnte die "Kollision" manuell verhindern, und habe wieder einmal dazugelernt. Keine Sensoren im Rückspiel. Und überhaupt; wieso keine Sensoren in der Heckklappe? ![]()
Mein Fazit: Auch diese Assistenz durch das Fahrzeug ist, wie viele andere auch, nur so gut wie der Fahrer der sie bedient.
Wer weiss, vielleicht gibt es demnächst Fahrzeuge welche im Showroom herumstehen und, anstatt nur wie ein Pferd zu wiehern oder eine Katze zu miauen, dem potenziellen Kunden auf chinesisch zurufen:
"Bitte kauf mich nicht, ich bin noch nicht marktreif! Schau doch mal bei den deutschen Premium Produkten vorbei, lies den Beipackzettel, frag die EU, den Arzt oder die Apothekerin!"
@all
Zwei Punkte dazu:
Das erklärt auch, warum sich zwei geöffnete Türen mit ihren Spiegeln theoretisch in die Quere kommen können, obwohl die Tür selbst das benachbarte Fahrzeug korrekt erkennt.
Was wir im Fahrzeug subjektiv noch als „praktisch flach“ empfinden, kann technisch bereits ein relevanter Winkel sein. Schon etwa 5–10° reichen je nach Fahrzeug aus, damit sich die Kräfte auf den Türantrieb deutlich verändern.
Der Grund ist simpel:
Durch die Einbauposition des Türantriebs arbeitet dieser nicht immer mit einem idealen Hebel. Steht das Fahrzeug schräg, muss der Antrieb je nach Öffnungsrichtung deutlich mehr Kraft aufbringen. Dadurch steigt die Stromaufnahme des Motors stark an. Die Steuerung überwacht genau diese Stromaufnahme.
Wird ein definierter Grenzwert erreicht, interpretiert das System das als zu hohen Widerstand bzw. als mögliche Blockade und bricht die Bewegung ab oder reversiert die Türe.
Das ist also nicht zwingend ein Fehler, sondern eher eine Schutzfunktion.
Sie soll verhindern, dass die Tür bei ungünstiger Fahrzeuglage mit zu hoher Kraft weiterläuft und dadurch Personen, Gegenstände oder den eigenen Mechanismus belastet.
Was dabei allerdings immer im Hinterkopf bleiben sollte:
Die Sensorik erkennt nicht alles.
Spiegel, sehr dünne Gegenstände, Grashalme, niedrige Hindernisse oder Objekte ausserhalb des eigentlichen Sensorfeldes können falsch oder gar nicht erkannt werden.
Die Automatiktüren sind deshalb für mich eine sehr komfortable Unterstützung – aber kein Ersatz dafür, beim Öffnen trotzdem kurz hinzuschauen. 😉
Lieber Gruss Paolo
Ich habe heute meinen X7 beim Kunden, schräg am leicht abfallenden Hang geparkt und kam kaum aus meinem Wagen. Die Tür geht einen Spalt auf und der Motor hält ordentlich gegen meine Ambitionen die Tür weiter zu öffnen.
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Nachtrag ☺️
Das Foto finde ich in diesem Zusammenhang ziemlich interessant, weil es schön zeigt, wie sehr uns die eigene Wahrnehmung täuschen kann.
Wenn man nur im Fahrzeug sitzt, wirkt diese Parkposition tatsächlich fast eben. Das liegt unter anderem daran, dass wir uns unbewusst an den geraden Linien im Innenraum orientieren – Displaykante, Armaturenbrett, Türverkleidung usw. Diese bilden für unser Auge plötzlich die vermeintliche Horizontale.
Nimmt man im Foto aber das Bildrechteck als feste Referenz und vergleicht die Oberkante des Displays mit den Gebäudelinien im Hintergrund, ergibt sich zwischen den beiden sichtbaren Referenzen eine Winkeldifferenz von ungefähr 13°.
Natürlich ist das keine geeichte Neigungsmessung und die Fotoperspektive spielt ebenfalls mit hinein. Aber es zeigt sehr schön: Was wir subjektiv als „kaum Hanglage“ wahrnehmen, kann mechanisch bereits eine ziemlich relevante Schrägstellung sein.
Und bei einer schweren elektrisch betätigten Tür machen ein paar Grad erstaunlich viel aus.
Nur als Grössenordnung:
Nehmen wir beispielhaft eine Tür von etwa 35 kg. Bei 13° beträgt allein die zusätzliche hangabwärts wirkende Gewichtskomponente ungefähr
77 Newton, also knapp 8 kg zusätzliche Kraft.
Liegt der Schwerpunkt der Tür beispielsweise rund 45 cm von der Scharnierachse entfernt, entstehen daraus ungefähr 35 Nm zusätzliches Drehmoment.
Da der eigentliche Türantrieb mit einem wesentlich kürzeren wirksamen Hebel arbeitet, können daraus am Antrieb schnell zusätzliche Kräfte in der Grössenordnung von 350–500 N entstehen – je nach tatsächlicher Konstruktion.
Das sind selbstverständlich nur Beispielwerte und keine Zeekr-Konstruktionsdaten.
Aber sie zeigen, warum eine vermeintlich "kleine Schräglage" für einen elektrischen Türantrieb plötzlich überhaupt nicht mehr klein ist.
Der Elektromotor muss entsprechend mehr Drehmoment liefern, wodurch auch seine Stromaufnahme deutlich steigt. Die Steuerung überwacht diese Last und kann eine zu hohe Belastung als Blockade, Hindernis oder nicht mehr sicher kontrollierbare Bewegung interpretieren.
Und noch ein Punkt ist dabei wichtig:
z.B. bei Hangabwärts muss die Tür nicht nur bewegt, sondern vor einem Hindernis auch noch rechtzeitig und kontrolliert abgebremst werden können.
Durch die zusätzliche Gewichtskraft und das höhere notwendige Antriebsmoment steigt die mechanische Energie im System. Je näher man an die konstruktiven Grenzwerte kommt, desto kleiner wird die Sicherheitsreserve, mit der die Tür vor einem erkannten Hindernis noch zuverlässig stoppen kann.
Wenn die Steuerung also feststellt, dass diese Reserve nicht mehr ausreichend ist, ist es durchaus logisch, die automatische Bewegung gar nicht erst zuzulassen oder die Tür zu stoppen bzw. zu reversieren.
Denn die Alternative wäre wenig attraktiv:
Die Tür öffnet hangabwärts mit erhöhter Kraft, erkennt ein Hindernis – und schafft es aufgrund der zusätzlichen Last nicht mehr rechtzeitig anzuhalten.
Spätestens wenn die Türe dann im Nachbarauto steckt, wäre vermutlich auch niemand begeistert. 😉
Genau deshalb ist die Schutzabschaltung für mich eher ein Zeichen dafür, dass das System seine mechanischen Grenzen kennt, als ein Hinweis auf einen Fehler.
Und die Meldung im Display passt dazu ziemlich genau:
„Die elektrische Tür kann wegen Parken am Hang nicht geöffnet werden.“
Das Fahrzeug selbst scheint die Hanglage also durchaus als relevant erkannt zu haben – auch wenn sie für uns Menschen im ersten Moment fast nicht danach aussieht.
Optische Wahrnehmung und Mechanik sind manchmal eben zwei verschiedene Welten. 😉
Lieber Gruss Paolo
Ich habe ja auch geschrieben, dass ich am Hang geparkt habe. Dass der Türantrieb jedoch aktiv gegen meinen Wunsch des manuellen Öffnens gegenarbeitet, hat mich doch etwas irritiert.
Gut gegoogelt ..... ![]()
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