AVAS Acoustic Vehicle Alert System 7x - Fußgänger Warn Geräusch niedrige Geschwindigkeit Fußgängerschutz

  • Danke Kiepenkerl , mein persönlicher Stalker hat sich ja schon wieder gemeldet und als Oberlehrer mit erhobene Zeigefinger die Enkelkinder angeführt..... wie rührend.

    Wer so argumentiert sollte vermutlich überhaupt nicht Auto fahren. Das Problem der Kinder die im Spiel unkontrolliert auf die Straße rennen gab es schon immer und wird auch nicht durch brüllende AVAS Lautsprecher gelöst, sondern nur durch aufmerksame Fahrer.

    Hier (mal wieder) unterschwellig Anschuldigungen heraus zu hauen, von wegen man hätte kein Mitgefühl mit Kindern wenn man ein leises Auto haben möchte, ist absurd und dämlich.

    Letztlich ist es der Versuch, die eigene Verantwortung auf ein System oder einen Hersteller zu delegieren um dann hinterher die eigenen Hände in Unschuld waschen zu können ("das blöde AVAS war halt nicht laut genug") - ich halte davon nichts.


    Was ist denn bitte bei den heutzutage in den Großstädten zu Hauf anzutreffenden Personen mit Kopfhörern? Hilft da AVAS?

    Was ist mit tauben oder schwerhörigen Personen?

    Was ist mit Tieren, die sich übrigens noch nie für die Fahrgeräusche von Autos interessiert haben.


    Das Einzige was hilft, ist ein aufmerksamer und rücksichtsvoller Fahrer - und ein gut funktionierendes Notbremssystem.

    Zeekr 7X Privilege & Tesla Model Y LR - seit 2017 rein elektrisch unterwegs

  • Ergänzend möchte ich hinzufügen, dass ein ebenso aufmerksamer Fussgänger, Radfahrer, E-Scooter Fahrer, Rollstuhlfahrer usw. auch seinen Teil zur allgemeinen sowie eigener Sicherheit beitragen könnte. Aber egal wie es läuft, der Autofahrer hat immer schuld, weil er die grössere Gefahr im Verkehr, den Schwächeren gegenüber, darstellt. So gesehen müssten E-Bikes in Fussgängerzonen eigentlich auch ein AVAS haben.... ;)


    tuxcad "mein persönlicher Stalker" ... herrlich :D

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  • Mich als „Stalker“ zu bezeichnen, weil ich deiner öffentlich geäußerten Meinung in einem öffentlichen Forum widerspreche, ist nicht nur absurd, sondern eine reichlich durchsichtige Ablenkung. Wer auf ein Sachargument lediglich mit persönlicher Diffamierung reagiert, zeigt vor allem, dass ihm offenbar die sachlichen Gegenargumente fehlen.
    Sei es drum
    Natürlich trägt der Fahrer die Verantwortung und muss aufmerksam sowie bremsbereit sein. AVAS überträgt diese Verantwortung weder auf Fußgänger noch auf den Hersteller, sondern ergänzt sie um eine weitere Sicherheitsebene.

    AVAS ist zudem gerade kein dauerndes „Gebrüll“: Es wirkt nur im niedrigen Geschwindigkeitsbereich bis 20 km/h – also vor allem auf Parkplätzen, in Tiefgaragen, Spielstrasssen und anderen Bereichen, in denen besonders häufig mit Fußgängern zu rechnen ist und Reifenabrollgeräusche noch gering sind.
    Dass AVAS nicht jedem Menschen in jeder Situation hilft, ist kein Argument gegen seinen Nutzen. Sicherheitsgurte werden schließlich auch nicht dadurch sinnlos, dass sie nicht jeden Unfall verhindern.
    Vermeidbaren Lärm halte auch ich für problematisch. Ein maßvolles Warnsignal bei Schritt- und niedriger Fahrgeschwindigkeit ist für mich aber eine vernünftige Abwägung zwischen Ruhe und Sicherheit. Zudem ja alles genau geregelt

  • Naja, da werden wir wohl nicht zusammenkommen. Ich halte AVAS für eine bewusst hergeführte Einschränkung oder vielleicht sogar Stigmatisierung der Elektrofahrzeuge. Denn sonst kann ich mir nicht erklären, warum Oberklassen-Fahrzeuge (7-er BMW, Phaeton, S-Klasse, Rolls Royce) oder Hybride da nicht auch verpflichtet wurden.


    Ich empfinde das auch als Ausrede, eigentlich geräuschlosen Antrieben ein „sportliches“ oder „dynamisches“ akustisches Auftreten aufzuoktruieren. Beim Q4 wird das Gedröhn glaube ich auch so genannt. Bei wieder anderen hat der Hersteller es aus irgendwelchen Gründen übertrieben: Stichwort „Zoe ist das lauteste Auto in der Straße“

  • Wieso sollte das für Hybride nicht gelten?


    Laut kurzer Recherche: "Seit dem 1. Juli 2021 müssen alle neu zugelassenen Elektro- und Hybridfahrzeuge verpflichtend über ein «Acoustic Vehicle Alerting System (AVAS)» verfügen. Mit der EU-Regelung soll sichergestellt werden, dass insbesondere Elektrofahrzeuge von Fussgängern, Radfahrern und anderen gefährdeten Anspruchsgruppen besser wahrgenommen werden können und somit für mehr Sicherheit im Strassenverkehr sorgen."


    Von wann sind diese Oberklasse Fahrzeuge die das nicht haben? Der Phaeton ist z.B. doch schon recht alt (lief bis 2016 vom Band) und hat in der Aufzählung eh nichts verloren.


    Ich bin übrigens auch der Meinung dass das Avas sinnvoll ist. Natürlich hilf es nicht immer und überall, aber unterstützen dennoch aktiv das Verhindern unnötiger Unfälle. Ähnliches hatte man früher z.B. über ABS oder ESP gesagt - hilft auch nicht immer, KANN aber Leben retten.

  • Ich empfinde AVAS wie Kiepenkerl als durchschaubaren Versuch, einen wesentlich Vorteil der Elektrofahrzeuge (die leise Fortbewegung gerade in unteren Geschwindigkeitsbereichen bspw. in Wohngebieten mit reduzierter Geschwindigkeit auf Anliegerstrassen) zu negieren. Über 20km/h sind die Reifen eh laut genug. Darunter befindet man sich im gleichen Geschwindigkeitsbereich wie Fahrräder, e-bikes usw. - haben die AVAS? Nein, und auf die Idee käme wohl auch keiner und diese Fahrzeuge bremsen deutlich schlechter als Autos und die Verletzungen bei einer Kollision mit Fussgängern sind vermutlich in dieser Geschwindigkeit deutlich schmerzhafter.. Die ersten Elektroautos bis 2021 (bspw. Tesla 3, Y, S, X, VW eUp, eGolf usw) bis 2020 hatten kein AVAS - gibt es Erhebungen / Studien zu gehäuften Unfällen mit Fußgängern wegen fehlendem Geräusch? Nein, weil es keine gehäuften Vorfälle gab.


    AVAS wurde durch die Europäische Union in einer Zeit eingeführt, in der der große Teil der Europäischen Lobbygruppen (VDA, ACEA, CLEPA usw) der E-Mobilität lieber Hindernisse in den Weg legen wollten als sie voran zu bringen. Zu dieser Zeit wurden viele angebliche "Gründe" für die Unsicherheit von E-Autos angeführt, die nicht real waren. So bspw. die angebliche höhere Anfälligkeit zu Brandereignissen und "Akku-Explosionen" - als eben auch die angebliche Gefahr wegen "fehlendem Motorengeräusch" - das Ergebnis war die Krücke namens AVAS.


    AVAS ist eine Krücke der Lobby-Gegner der E-Mobilität und jeder, der sich sonst über zu viele Regulierungen durch die EU beschwert sollte mal darüber nachdenken, ob dies nicht dazu gehört.

    Zeekr 7X Privilege & Tesla Model Y LR - seit 2017 rein elektrisch unterwegs

  • Über 20km/h sind die Reifen eh laut genug. Darunter befindet man sich im gleichen Geschwindigkeitsbereich wie Fahrräder, e-bikes usw. - haben die AVAS? Nein, und auf die Idee käme wohl auch keiner und diese Fahrzeuge bremsen deutlich schlechter als Autos und die Verletzungen bei einer Kollision mit Fussgängern sind vermutlich in dieser Geschwindigkeit deutlich schmerzhafter..

    Die kinetische Energie ist bei einem Aufprall mit einem Auto um ein VIELFACHES höher als bei einem Fahrrad und im Zweifelsfall überfährt dich das Auto noch zusätzlich. Ich weiss nicht wie du da auf die Idee kommst, das Fahrrad wäre deutlich schmerzhafter. Ein Auto ist zusätzlich (z.B. Motorhaube) optimiert um das schlimmste beim Aufprall zu verhindern, dennoch ist die Gefahr eines Todesfalls deutlich höher.


    Zitat

    AVAS ist eine Krücke der Lobby-Gegner der E-Mobilität und jeder, der sich sonst über zu viele Regulierungen durch die EU beschwert sollte mal darüber nachdenken, ob dies nicht dazu gehört.


    Drum fordert z.B. der Verein des Deutschen Blinden und Sehbehindertenverbands ja auch ein weiter optimiertes AVAS - weil das alles Lobby-Gegner von Elektrofahrzeugen sind..?



    Zitat

    gibt es Erhebungen / Studien zu gehäuften Unfällen mit Fußgängern wegen fehlendem Geräusch? Nein, weil es keine gehäuften Vorfälle gab.

    Natürlich gibt es die. Aber nur für Leute die danach suchen. Allein die Wikipedia Seite zu AVAS zeigt mehrere Studien, Tests und Untersuchungen dazu.

  • Die kinetische Energie ist bei einem Aufprall mit einem Auto um ein VIELFACHES höher als bei einem Fahrrad und im Zweifelsfall überfährt dich das Auto noch zusätzlich. Ich weiss nicht wie du da auf die Idee kommst, das Fahrrad wäre deutlich schmerzhafter. Ein Auto ist zusätzlich (z.B. Motorhaube) optimiert um das schlimmste beim Aufprall zu verhindern, dennoch ist die Gefahr eines Todesfalls deutlich höher.

    Das stimmt, aber wie Du an gleicher Stelle richtig schreibst, sind moderne Fahrzeuge dahingehend optimiert, dass bei solch geringen Geschwindigkeiten (um die es hier mit AVAS geht) diese hohe Energie zu einem großen Teil abgefangen wird. Das die Gefahr eines Todesfalles höher ist kann sein, habe ich nicht bestritten. Ein Fahrrad oder E-Bike bietet jedoch überhaupt keinen Aufprallschutz - dafür durch ungeschützte Metallstangen und Anbauteile ein höheres schmerzhaftes Verletzungspotential und zudem (bis auf wenige sehr teure Ausnahmen) schlechtere Bremsen.

    Zitat

    Drum fordert z.B. der Verein des Deutschen Blinden und Sehbehindertenverbands ja auch ein weiter optimiertes AVAS - weil das alles Lobby-Gegner von Elektrofahrzeugen sind..?

    Habe ich den genannt? Nein.

    Der hat AVAS auch nicht eingeführt. Es wäre schön, wenn Du bei dem bleiben könntest was ich tatsächlich geschrieben habe und mir nichts unterschiebst

    Zitat

    Natürlich gibt es die. Aber nur für Leute die danach suchen. Allein die Wikipedia Seite zu AVAS zeigt mehrere Studien, Tests und Untersuchungen dazu.

    Ein Link, auf welche Studien Du Dich hier beziehst, fehlt leider. Behaupten kann man erst einmal viel.

    Tatsache ist, dass es eine Studie vom Gesamtverband der Unfallversicherer zu Fahrzeugen MIT AVAS gibt, die im Fazit zeigt, dass die Unfälle mit Fußgängern durch das AVAS oft eben nicht verhindert werden da sie oft beim Anfahren passieren oder die Fußgänger das Geräusch nicht als Warnton identifizieren.

    Eine weitere Studie der Universität Leads zeigt gar ein identisches Gesamtrisiko der Unfälle von E-Autos im Vergleich zu Verbrennungsfahrzeugen.


    Ich konnte trotz intensiver Suche KEINE Studie finden, die untersucht hätte, ob E-Autos MIT AVAS weniger Unfälle mit Fussgängern haben als solche OHNE AVAS. Bin für einen erhellenden Link daher dankbar.

    Zeekr 7X Privilege & Tesla Model Y LR - seit 2017 rein elektrisch unterwegs

  • Naja, da werden wir wohl nicht zusammenkommen.

    Ja, nicht weiter schlimm

    ich halte AVAS für eine bewusst hergeführte Einschränkung oder vielleicht sogar Stigmatisierung der Elektrofahrzeuge. Denn sonst kann ich mir nicht erklären, warum Oberklassen-Fahrzeuge (7-er BMW, Phaeton, S-Klasse, Rolls Royce) oder Hybride da nicht auch verpflichtet wurden.

    Für Hybride ist selbstverständlich ebenso verpflichtend.
    Ich kenne kein Luxus Fzg mit Verbrenner, welches Geräuschlos wie ein BEV ist.
    Wir reden von ca 56dB auf 2m, (was etwa einem Regen oder Kühlschrank entspricht)
    .

    Ich empfinde das auch als Ausrede, eigentlich geräuschlosen Antrieben ein „sportliches“ oder „dynamisches“ akustisches Auftreten aufzuoktruieren. Beim Q4 wird das Gedröhn glaube ich auch so genannt. Bei wieder anderen hat der Hersteller es aus irgendwelchen Gründen übertrieben: Stichwort „Zoe ist das lauteste Auto in der Straße“

    Du scheinst hier etwas zu verwechseln. Der Q4 (wie auch Zeekr meine ich) kann einen Motoren-Sound für die Fahrerkabine simulieren, welche individuell mit Audi Drive Select. eingestllet werden kann . Diese ist aber aussen nicht wahrnehmbar.


    Denn das Ansinnen ist nicht >> „sportliches“ oder „dynamisches“ akustisches Auftreten aufzuoktruieren <<, sondern einen Hinweiston bis 20km/h von min 56dB, welcher sich mit Bezug auf Geschwindigkeit verändert.

  • Hier noch die Links;


    Zusammenfassende Präsentation der UDV-Studie, Achtung: hier wurden E-Fahrzeug mit AVAS einbezogen! UDV-Studie


    Ein Artikel zur Studie der Universität Leeds: MDR Beitrag


    Wie gesagt, beide Studie haben auf Grund der Erhebungszeit Fahrzeuge MIT AVAS bewertet und stellen keinen repräsentativen vergleich zwischen MIT und OHNE AVAS Fahrzeugen dar.

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