Das stimmt. Allerdings
a) ist es durch normales Fahren nicht einfach, den Akku über 40 Grad zu bekommen
b) regelt das BMS ohnehin den Ladevorgang, indem die Ladung runtergesetzt wird, d.h. bei extremen Temperaturen wird einfach an der Ladesäule geheizt bzw. gekühlt und weniger geladen
c) muß man die aufgewendete Energiemenge (bei Kälte höher als bei Wärme) letztendlich wieder aufholen (und bezahlen). Wenn es nicht wirklich kalt ist, bringt das zeittechnisch nicht immer was (und kostet letztendlich auch).
Vorheizen / kühlen rentiert sich m.E. nur bei Temperaturen unter 15 Grad / über 40 Grad Akkutemperatur und sehr niedrigen SoC an der Ladesäule. Ca. 3-5 kWh gehen da aber immer drauf. Letztendlich ist es eine Komfortfunktion für Langstrecken.
Zu a) - ja, deshalb gibt es ja die Vortemperierung, da es speziell im Winter auch kaum möglich ist von -5°C auf 25°C zu kommen im Akku um richtig schnell laden zu können.
zu b) - das ist klar, aber vlt. WILL man ja direkt schnell laden ohne das erst der Akku an der Ladesäule temperiert werden muss, kostet ja Zeit. Strom fürs temperieren braucht beides. Zudem schont die Vortemperierung den Akku da er beim Ladestart nicht gleich erstmal einen voll in die ..... bekommt
zu c ) wie gesagt, kostet alles Energie, ob Vortemperieren oder erst an der Ladesäule temperieren, letzteres kostet zudem Zeit und der Akku wird etwas mehr gestresst da immer weider an Limit gefahren wird in der Ladekurve. Bei einem 100kWh Akku ist mir der Mehrverbrauch völlig egal. (bin allerdings Dienstwagenfahrer meiner Firma, zahlt also die "Portokasse") - früher bei einem 28kWh Akku hätte mich das wirklich gestört da erheblich weniger Reichweite. So ist es mir persönlich wichtiger, mit gut temperiertem Akku an die Ladestation zu fahren und optimal zu laden.
Ich halte es daher für eine technisch sinnvolle Funktion, die ja auch nicht umsonst von vielen E-Autofahrern - gerade für die Langstrecke - gewünscht wird.