Beiträge von Silberruecken

    Zeekr Livedaten:
    Die Anfrage an den Support für die Zeekr Fahrzeuge ist raus. Die tun sich betreffend der Codierung der OBD-Schnittstelle schwer. Wenn jemand aus dem Forum einen Kontakt zu einem Entwickler hätte, könnte man mit ABRP eine Brücke bauen um die OBD-Schnittstelle schneller zu etablieren.


    Betreffend dein Input Vanta Black:
    Die Navigationsansicht ist verbesserungswürdig. Das Routing finde ich hingegen sehr gut. Ebenso die während der Fahrt immer wieder vorgeschlagenen Alternativen.


    Ansicht:
    In meinem BMW iX verhält es sich so, dass der Kartenausschnitt sehr klein ist, ich muss aktiv herauszoomen, wenn ich mehr von der Strecke sehen möchte. Und sobald ich den Zoom Pfeil loslasse, springt die Ansicht zurück.

    Es ist ein bekannter Bug, z.B. bei Apple Carplay, das es zu nahe heran zoomt. Eigentlich wäre die Software Autozoom programmiert, grosser Ausschnitt auf Autobahnen, kleiner in geschlossenen Ortschaften. Ist offensichtlich noch nicht ausgereift.


    Bei Dir scheint, wenn ich es richtig verstanden habe, jedoch immer die komplette Route sichtbar zu sein. Hast Du über die Supportseite diesen Umstand schon reportet und einen Change-Request platziert?


    Lieber Gruss Paolo

    Nein, das geht über ABRP nicht.


    Work-Arround: Bei den meisten Fahrzeugen kann man heute folgendes tun: Manuelle Batterie-Konditionierung wählen oder das nächste Ladeziel im Fahrzeug Navi parallel eintragen.


    Dann weiss das Auto, dass die Batterie am Ladepunkt bereit sein muss.


    Lieber Gruss Paolo

    Ladeplanung nur noch mit ABRP Pro. Da ich auch viel mit Hänger unterwegs bin, die einzige zuverlässige Alternative. Da kann ich jedes Lastprofil einstellen und es passt.


    Ich verwende beim BMW iX einen OBD-Dongle, dann hast Du die Echtzeitdaten im ABRP. Dann sehe ich z.B.: SOC, Batterie-Temperatur, errechnete Maximal-Kapazität gemäss BMS, aktueller KW-Verbrauch/Rekuperation.


    Mit dem OBD-Dongle reagiert ABRP, wenn Du es möchtest, dynamisch auf deine hinterlegten Ladestops aufgrund der aktuellen Verbräuche, der gewünschten SOC beim Ladestop oder am Ziel, immer unter Berücksichtigung der von Dir eingestellten Primär-Parameter.
    Vor allem beginnt ABRP immer mit dem tatsächlichen SOC zu rechnen und solltest Du zwischenzeitlich geladen haben, passiert die Korrektur unmittelbar nach Einschalten der Fahrbereitschaft


    Ganz abgesehen davon: Die Fahr-Auswertungen sind für Nerds wie mich einfach cool ;)


    Lieber Gruss Paolo

    Es gibt ev. Möglichkeiten, wobei Apple und Android hier leider unterschiedlich komfortabel sind.


    iPhone:

    Apple bietet keinen allgemeinen Schalter an, mit dem sich NFC komplett deaktivieren lässt.

    Als ersten Versuch würde ich unter

    Einstellungen → Face ID & Code → Im Sperrzustand Zugriff erlauben → Wallet AUS

    testen.

    Liegt das iPhone gesperrt in der Ladeschale, kann dies bereits verhindern, dass Wallet ständig aufspringt.


    Ein weiterer, möglicherweise sogar eleganterer Versuch ist, das iPhone um 180° gedreht in die Ladeschale zu legen oder geringfügig zu verschieben.
    Die NFC-Antenne des iPhones befindet sich im oberen Gerätebereich, während die Qi-Ladespule ungefähr mittig sitzt.
    Je nach Position des NFC-Lesers im Zeekr könnte man damit die NFC-Verbindung unterbrechen, ohne das induktive Laden zu verlieren.


    Als weitere Möglichkeit kann man testweise den Expressmodus des digitalen Zeekr-Schlüssels in Apple Wallet deaktivieren.
    Das kann allerdings Auswirkungen auf den Komfort des Digital Keys haben und garantiert nicht, dass Wallet überhaupt nicht mehr auf den NFC-Leser reagiert.


    Eine wirklich saubere Einstellung nach dem Motto

    „Diesen NFC-Leser ignorieren, ansonsten Wallet und Digital Key unverändert weiterverwenden“ bietet iOS meines Wissens leider nicht.


    Android:

    Hier ist die Lösung wesentlich einfacher:

    NFC deaktivieren.

    Bei Samsung beispielsweise:

    Einstellungen → Verbindungen → NFC und kontaktlose Zahlungen → AUS

    bzw. direkt über die Schnelleinstellungen.

    Damit kann die NFC-Elektronik der Ladeschale Wallet auch nicht mehr antriggern.

    Allerdings funktionieren dann während dieser Zeit auch NFC-Zahlungen und gegebenenfalls NFC-basierte Digital-Key-Funktionen nicht.


    Bei Zeekr Digital Key 3.0 ist das wiederum interessant:
    Bei UWB-fähigen Smartphones erfolgen passives Entriegeln und Starten über UWB. NFC dient bei Geräten ohne UWB als Alternative bzw. Fallback.


    Es wäre deshalb einen Versuch wert:

    NFC am Android-Handy ausschalten → Handy in die Ladeschale → prüfen, ob der Zeekr über UWB/Bluetooth trotzdem weiterhin normal entriegelt und gestartet werden kann.


    Wenn ja, hätten Android-Nutzer damit eine ziemlich elegante Lösung.


    Beim iPhone wäre mein erster Praxistest dagegen tatsächlich: Handy einmal um 180° gedreht in die Ladeschale legen (Also nicht face down, sondern rotiert in die Ladeschale gelegt).
    Das kostet 10 Sekunden und könnte das Problem lösen, ohne irgendeine Funktion abzuschalten. 😉


    Bin auf eure Rückmeldungen gespannt.


    Lieber Gruss Paolo

    Wenn ich daran denke, welcher Aufwand vor der E-Ära betrieben wurde, um Fahrzeuge immer leiser zu machen … und kaum war dieses Ziel durch E-Mobilität oder Hybride praktisch erreichbar, mussten die Fahrzeuge künstlich wieder lauter gemacht werden. schmunzel 😄


    Natürlich hat das Ganze einen nachvollziehbaren Hintergrund: den Schutz von Fussgängern und anderen Verkehrsteilnehmern bei niedrigen Geschwindigkeiten.


    Trotzdem ist die Entwicklung irgendwie schon speziell.


    Das sogenannte AVAS (Acoustic Vehicle Alerting System) erzeugt bei Elektro- und Hybridfahrzeugen bei niedrigen Geschwindigkeiten ein künstliches Fahrgeräusch. Dabei sind bei 10 km/h mindestens 50 dB(A), bei 20 km/h mindestens 56 dB(A) vorgeschrieben; der zulässige Maximalwert beträgt unter den definierten Messbedingungen 75 dB(A).


    Wichtig: Die 75 dB(A) sind ein Maximalwert und keineswegs die vorgeschriebene Lautstärke jedes E-Autos.


    Und genau da wird es für den Laien interessant:


    Ein moderner, normal motorisierter Verbrenner ist beim langsamen Rollen heute ebenfalls sehr leise. Gerade bei Schrittgeschwindigkeit kann deshalb ein künstlich erzeugtes AVAS-Geräusch subjektiv ausgesprochen präsent wirken – insbesondere dann, wenn dessen Klangcharakter sehr auffällig ist.


    Und da kommen wir genau zu dem Thema, welches galaxyclass beschreibt:


    Bei gewissen Marken ist dieses künstliche Geräusch in einem ansonsten ruhigen Quartier kaum zu überhören.


    Wenn man dann morgens um 05.00 Uhr losfährt, dürfte das im Kontext mit der Nachbarschaft kaum in einem besonders positiven Sinne ergebniswirksam werden. ;)


    Das eigentlich Kuriose daran zeigt sich, wenn wir die Geschwindigkeit erhöhen:


    Fahren beispielsweise ein moderner Verbrenner und ein vergleichbares Elektrofahrzeug mit etwa 60 km/h konstant an einem vorbei – vergleichbare Fahrzeugklasse und vergleichbares Gewicht, ähnliche Bereifung und gleiche Fahrbahn vorausgesetzt –, wird der Unterschied des Antriebskonzepts akustisch bereits erstaunlich klein.


    Der Grund ist simpel: Bei Personenwagen wird schon ab ungefähr 30 km/h das Reifen-Fahrbahn-Geräusch zur dominierenden Geräuschquelle. Bei 60 km/h hört man deshalb in erster Linie Reifen und Fahrbahn – und nicht mehr, ob vorne ein Elektromotor oder ein normaler Verbrennungsmotor arbeitet.


    Unterschiede gibt es natürlich weiterhin durch Reifenbreite, Reifentyp, Asphalt, Beschleunigung und das jeweilige Fahrzeug.


    Aerodynamische Geräusche gewinnen mit zunehmender Geschwindigkeit ebenfalls immer stärker an Bedeutung. Im normalen Stadtverkehr ist jedoch das Abrollgeräusch der Reifen der wesentlich wichtigere Faktor.


    Genau darin liegt für mich eine gewisse Ironie:


    Bei höherer Geschwindigkeit brauchen wir den künstlichen Sound gar nicht mehr, weil ein E-Auto durch Reifen und Fahrbahn ohnehin hörbar wird.


    Ausgerechnet dort, wo das Fahrzeug von Natur aus besonders leise wäre – bei sehr niedriger Geschwindigkeit –, machen wir es künstlich wieder lauter.


    Das ist aus Gründen der Verkehrssicherheit grundsätzlich nachvollziehbar.


    Wie leise ein modernes Fahrzeug tatsächlich sein kann, habe ich bei uns im Quartier – max. 30 km/h – selbst schon erlebt:


    Ich bin einmal im Schritttempo über gut 20 Meter mit etwa drei Metern Abstand hinter einer Gruppe von drei Müttern mit Kinderwagen hergerollt. Meine Frau und ich haben schon fast Wetten abgeschlossen, wie lange es wohl dauern würde, bis wir die Wahrnehmungsschwelle erreichen. 😄


    Irgendwann Fenster geöffnet und freundlich „Entschuldigung“ gerufen.


    Das anschliessende Gelächter auf beiden Seiten war unbezahlbar. 😂


    Das AVAS unseres BMW iX empfinde ich dabei beispielsweise als fast unhörbar bzw. sehr harmonisch. Der letzte BMW i3s meiner Frau ging dagegen schon eher in die von galaxyclass erwähnte unerwünschte Richtung. Der aktuelle Cupra Born geht auch wieder.


    Und genau darum geht es mir:


    AVAS ja – aber muss es deshalb zwingend auffällig, futuristisch oder sogar nervig klingen?


    Ob wirklich jedes Surren, Heulen, Raumschiff- oder sonstige „unmögliche“ Kunstgeräusch notwendig ist, wäre nochmals eine ganz andere Diskussion. 😄


    Wobei wir fairerweise auch die andere Seite erwähnen sollten:


    Mit Kopfhörern im Ohr und den Blick auf den Bildschirm des Handys gerichtet durch die Gegend zu laufen, hilft ebenfalls nicht zwingend dabei, den Verkehr wahrzunehmen.


    AVAS hin oder her.


    Und das kann’s doch irgendwie auch nicht sein.


    Lieber Gruss

    Paolo

    Es wird das Gepäck-Trennetz gesucht, welches verhindert, dass Gepäck oder Ladung im Falle einer Bremsung oder anderweitiger hoher „Negativ-Beschleunigung“ nicht den Fahrgastraum erreichen kann.


    Die Ösen im Dachhimmel ermöglichen die stabile und sichere Verankerung dieses Trennetzes am Dachhimmel.


    Lieber Gruss Paolo

    Lieber Werni


    Danke nochmals für deine Rückmeldung.


    Zu deinem Hinweis, dass es inzwischen immer mehr offizielle Zeekr-Händler in der Schweiz gibt: Das stimmt natürlich.

    An der grundsätzlichen Zuständigkeit ändert das aber wenig.

    Die offizielle Schweizer Zeekr-Präsenz läuft rechtlich über die GZ Automobile AG in Safenwil; sie gehört zur Emil-Frey-Gruppe.
    Die weiteren offiziellen Zeekr-Händler sind Teil dieses Schweizer Händler- und Servicenetzes. Sie schaffen dadurch keine eigenständige Garantielegitimation für eine bestimmte VIN.


    Entscheidend ist deshalb nicht, bei welchem Händler eine Arbeit technisch ausgeführt werden kann, sondern wer für die konkrete VIN schriftlich bestätigt, dass die Leistung als Garantieleistung übernommen und abgerechnet wird.


    Bei der Garantie würde ich dabei zwei Fälle klar auseinanderhalten:


    Direktimport aus China:
    Hier finde ich keine Grundlage dafür, dass automatisch eine Zeekr-Garantie über das Schweizer Netz besteht. Der VFAS hält für Fahrzeuge, die nicht offiziell in den EWR eingeführt wurden, fest, dass für offizielle Händler bzw. Generalimporteure keine Verpflichtung zur Sicherstellung einer Werksgarantie besteht. Ohne schriftliche Bestätigung für die konkrete VIN würde ich deshalb keine Garantieleistung durch GZ Automobile/Emil Frey voraussetzen.

    VFAS: https://www.vfas.ch/garantie


    Import eines europäischen/EWR-Zeekr:
    Hier ist die Ausgangslage grundsätzlich besser, aber bei Zeekr trotzdem nicht völlig trivial.
    Die veröffentlichten Zeekr-Garantien sind marktbezogen; zusätzlich gibt es für bestehende Garantien die „Continental Use“-Regelung. Daraus würde ich aber ohne VIN-bezogene Bestätigung nicht automatisch ableiten, dass ein dauerhaft in der Schweiz zugelassenes Importfahrzeug dieselbe Garantieabwicklung erhält wie ein offiziell für den Schweizer Markt ausgeliefertes Fahrzeug.

    Zeekr Europa – Garantie/Continental Use: https://www.zeekr.eu/de-de/policy


    Genau deshalb wäre dein konkreter Fall für die Community so interessant. Da du aktuell mit von Rotz, Emil Frey/GZ Automobile und Zeekr.eu im Austausch stehst, wäre es grossartig, wenn du nach Abschluss kurz dokumentieren könntest, welche Aussagen am Ende schriftlich bestätigt wurden.


    Im Kern interessieren eigentlich nur vier Punkte:


    • Wer ist für deine konkrete VIN Garantiegeber?

    • Welche Garantiedauer und Deckung gilt tatsächlich?

    • Wer muss die jeweiligen Garantieleistungen in der Schweiz tatsächlich erbringen und bezahlen?

    • Und gibt es dafür eine schriftliche Bestätigung dieses erwarteten Leistungserbringers – also nicht nur eine Zusage des Verkäufers?


    Genau diese Unterscheidung ist entscheidend: „Der Verkäufer sagt, dass X leisten muss“ ist etwas anderes als „X hat selbst schriftlich bestätigt, dass diese Leistung für deine VIN erbracht wird.“


    Wenn du diese Punkte nach Abschluss der Sache – idealerweise in einem eigenen Thread – kurz zusammenfassen könntest, hätten wir für zukünftige Parallelimport-Käufer etwas wirklich Wertvolles: keine Vermutungen oder Interpretationen, sondern dokumentierte Praxis.


    Ich würde mich jedenfalls sehr über dieses Follow-up freuen.


    Danke Dir jetzt schon im Voraus für deinen Effort 🙏🏻


    Einen lieben Gruss


    Paolo

    Bitte entschuldigt diesen etwas längeren Offtopic-Beitrag.

    @Moderatoren: Verschiebt ihn allenfalls an den korrekten Ort. Ich halte das Thema hier trotzdem für wichtig, weil es beim Sentry-Problem möglicherweise um mehr als eine einzelne Funktion geht.

    Gerade bei solchen Themen ist es sinnvoll – auch wenn das emotional nicht immer einfach ist –, zuerst die belastbaren Fakten zu trennen:

    Was ist gesichert? Was ist Vermutung? Was wurde vertraglich zugesichert? Welche Leistungen sind tatsächlich geschuldet?

    Erst danach sollte man beurteilen, wer für welches Problem verantwortlich ist.

    Lieber Werni, nachdem du selbst geschrieben hast, dass dein 7X bei von Rotz gekauft wurde, würde ich die Kritik an Emil Frey Frauenfeld nochmals genau einordnen.

    Der wichtigste Punkt:

    Bei einem direkt oder parallel importierten Fahrzeug ist keineswegs automatisch sichergestellt, dass Zeekr Schweiz bzw. Emil Frey Garantiegeber sind oder Arbeiten kostenlos ausführen müssen.

    Ist die VIN im Schweizer/europäischen Zeekr-System nicht als garantieberechtigt geführt, können Diagnose, Codierung, Softwareinterventionen und Reparaturen kostenpflichtig sein – nicht weil Emil Frey „nicht helfen will“, sondern weil möglicherweise schlicht keine Garantiebeziehung zu diesem Fahrzeug besteht.

    Offizielles Schweizer Fahrzeug

    Für ein Fahrzeug aus dem offiziellen Schweizer Vertrieb ist die Situation vergleichsweise klar: Zeekr Schweiz bewirbt bis zu 10 Jahre/200'000 km Fahrzeuggarantie sowie 8 Jahre/200'000 km Batteriegarantie und nennt Emil Frey als offiziellen Schweizer Generalimporteur.

    Link: https://www.zeekr.ch/de/garantie

    Fahrzeug aus einem europäischen Zeekr-Markt

    Bei Fahrzeugen etwa aus Deutschland, Schweden oder den Niederlanden sind die Bedingungen marktbezogen; für Deutschland etwa gelten sie für dort verkaufte, zugelassene und betriebene Fahrzeuge.

    Zusätzlich gibt es die Continental-Use-Regelung: Eine bestehende Garantie wird für maximal 60 Tage pro Jahr auf Kontinentaleuropa inklusive Schweiz erweitert.

    Link: https://www.zeekr.eu/de-de/policy?type=cookie_policy

    Wichtig: Diese Regel erzeugt keine Schweizer Herstellergarantie. Sie erweitert nur eine bestehende Garantie des Ursprungsmarktes bei vorübergehender Nutzung im Ausland.

    Bei einem dauerhaft in die Schweiz importierten Fahrzeug würde ich deshalb ohne ausdrückliche VIN-bezogene Bestätigung von Zeekr Schweiz nicht voraussetzen, dass Zeekr Schweiz oder Emil Frey Garantieleistungen erbringen müssen.

    Die entscheidende Frage lautet:

    „Bestätigt Zeekr Schweiz für genau meine VIN überhaupt eine Herstellergarantie und deren Abwicklung in der Schweiz?“

    Ohne diese Bestätigung würde ich mit keiner kostenlosen Garantieleistung kalkulieren.

    Direkt aus China importiertes Fahrzeug

    Bei einem China-Direktimport ist die Situation noch kritischer. Ich finde keine Zeekr-Europe-Regelung, wonach ein chinesisches Marktmodell durch den Import automatisch Anspruch auf Schweizer/europäische Herstellergarantie erhält.

    Ohne schriftliche VIN-Bestätigung durch Zeekr Schweiz würde ich daher von keiner in der Schweiz gesicherten Zeekr-Herstellergarantie ausgehen.

    Im ungünstigsten Fall: 0 Tage einer durch Zeekr Schweiz bzw. Emil Frey geschuldeten Herstellergarantie.

    Eine allfällige chinesische Garantie ist davon zu trennen. Entscheidend ist, ob sie hier durchsetzbar und abwickelbar ist.

    Wer ist dann dein Ansprechpartner?

    Zunächst dein Verkäufer – von Rotz.

    Du hast selbst geschrieben, dass du dort gekauft hast und offenbar keinen eigentlichen Kaufvertrag mit detailliert zugesicherten Leistungen, sondern lediglich eine Auftragsbestätigung besitzt.

    Nach Schweizer OR bestehen gegenüber dem Verkäufer grundsätzlich Gewährleistungsansprüche wegen Mängeln; bei einer neuen Sache verjähren diese grundsätzlich nach zwei Jahren ab Ablieferung, sofern nicht eine längere Haftung vereinbart wurde. Das ist aber keine zehnjährige Herstellergarantie.

    Wenn von Rotz 5+5 Jahre Garantie bewirbt oder zugesichert hat, würde ich schriftlich verlangen:

    • Wer ist Garantiegeber und wie lange?
    • Welche Kilometerlimite, Deckung, Selbstbehalte oder Schadenobergrenzen gelten?
    • Wie ist die Hochvoltbatterie gedeckt?
    • Wer bezahlt Arbeiten beim offiziellen Zeekr-Servicepartner?
    • Wer trägt Software-/Backendprobleme und Diagnosekosten?
    • Ist die VIN im europäischen bzw. Schweizer Zeekr-System vollständig legitimiert?
    • Funktionieren OTA, App, Cloud-Dienste und Sentry dauerhaft?
    • Können Steuergeräte online angelernt, codiert und mit Zertifikaten/Tokens versehen werden?

    Diese Zusagen würde ich verbindlich schriftlich als Vertrags- oder Garantiebedingungen verlangen.

    Genau diese Fragen habe ich von Rotz selbst gestellt

    Ich habe vor einigen Tagen im Zusammenhang mit einer konkreten Offerte schriftlich nach der beworbenen 5+5-Jahres-Garantie gefragt: Wer ist Garantiegeber, welche Deckung besteht, gibt es Schadenlimiten/Selbstbehalte, wie läuft die Abwicklung über Schweizer Zeekr-Partner und was gilt für die Hochvoltbatterie?

    Bis heute habe ich keine Antwort erhalten.

    Das ist ausdrücklich keine Unterstellung; eine Rückmeldung kann selbstverständlich noch erfolgen. Aber wenn mit 5+5 Jahren geworben wird, halte ich eine klare schriftliche Antwort für elementar.

    Zu den gesparten CHF 13'000

    Du hast selbst geschrieben, ungefähr CHF 13'000 gespart zu haben. Das ist völlig legitim.

    Aber genau solche Abklärungen müssen vor dem Kauf erfolgen. Für CHF 13'000 Preisvorteil kann man bewusst Risiken übernehmen – man muss vorher aber wissen, welche Risiken.

    Vor Vertragsabschluss kann ich sagen:

    „Ich kaufe nur, wenn Garantie, Backendfähigkeit, OTA-Versorgung und Serviceabwicklung für diese VIN verbindlich geklärt sind.“

    Nach Kauf und Bezahlung, ohne Vertrag mit entsprechenden Zusagen, verändert sich die Position erheblich:

    Aus dem Käufer mit Verhandlungsmacht wird schnell der Bittsteller gegenüber seinem eigenen Verkäufer.

    Und genau deshalb macht mich die öffentliche Kritik an Emil Frey nachdenklich.

    Emil Frey Frauenfeld hat dir das Fahrzeug nicht verkauft und am Verkauf keinen Franken verdient. Nach deinen Schilderungen hat der Betrieb vielmehr Zeit und Aufwand in dein Problem investiert.

    Falls deine VIN keine Schweizer Garantielegitimation besitzt, wäre es nachvollziehbar, wenn weitere Diagnose-, Programmier- oder Reparaturarbeiten regulär verrechnet werden.

    Trotzdem benötigst du möglicherweise gerade diesen Zeekr-Partner, um dein Problem zu lösen.

    Deshalb passt für mich das alte Sprichwort:

    Man sollte nicht in die Hand beissen, die einem gerade helfen soll – erst recht nicht, wenn diese Hand am eigenen Fahrzeug bisher keinen Franken verdient hat.

    Meine Frage an den Verkäufer wäre:

    „Wie sorgt ihr dafür, dass das von euch verkaufte Fahrzeug vollständig funktioniert und im Zeekr-System korrekt legitimiert ist?“

    Denn der Sentry Mode könnte nur die erste sichtbare Auswirkung sein. Bei einem modernen softwaredefinierten Fahrzeug genügt es möglicherweise nicht, ein Steuergerät einfach auszutauschen. Es muss unter Umständen mit der VIN verknüpft, online angelernt, über das Hersteller-Backend autorisiert und mit Zertifikaten/Tokens versehen werden.

    Ist die VIN dafür im europäischen System nicht legitimiert, kann daraus ein wesentlich grösseres Problem entstehen. Dasselbe kann OTA-Updates, App-Bindung, Cloud-Dienste oder spätere Funktionsfreischaltungen betreffen.

    Noch etwas zu öffentlichen Forumsbeiträgen

    Dieses Forum ist öffentlich. Ich würde nicht davon ausgehen, dass Zeekr Schweiz, Emil Frey oder andere betroffene Unternehmen nicht mitlesen. Beiträge können nachgelesen und dokumentiert werden.

    Kritik ist selbstverständlich erlaubt – auch deutliche Kritik. Entscheidend ist die Trennung zwischen:

    „Das ist mir passiert.“

    „Das wurde mir so gesagt.“

    „Daraus ziehe ich persönlich folgenden Schluss.“

    und einer Tatsachenbehauptung wie:

    „Dieses Unternehmen verweigert mir unberechtigt eine geschuldete Leistung.“

    Letzteres unterstellt einem konkret bezeichneten Unternehmen pflichtwidriges Verhalten. Dafür sollte die Tatsachengrundlage belastbar sein.

    Das Schweizer Zivilrecht schützt auch Unternehmen vor Verletzungen ihres geschäftlichen Rufs. Unwahre oder nicht ausreichend belegte Tatsachenbehauptungen können je nach Umständen zivilrechtliche Folgen haben. Werden konkrete Personen öffentlich angegriffen, können abhängig vom Wortlaut zusätzlich strafrechtliche Ehrverletzungsbestimmungen relevant werden.

    Das schreibe ich nicht als Drohung, sondern als Hinweis darauf, weshalb die eingangs erwähnte Trennung so wichtig ist:

    Was weiss ich? Was kann ich belegen? Was vermute ich? Und welchen Schluss darf ich daraus ziehen?

    Deshalb würde ich zuerst die Vertrags-, Garantie- und VIN-Situation mit von Rotz vollständig schriftlich klären:

    Wer hat was zugesichert? Wer ist Garantiegeber? Welche Garantie gilt für die VIN? Ist sie im Schweizer/europäischen System legitimiert? Wer ist für das Sentry-Problem verantwortlich? Und welche Leistung schuldet Emil Frey überhaupt?

    Erst dann lässt sich fair beurteilen, ob Emil Frey tatsächlich etwas falsch gemacht hat.

    Bis dahin würde ich die Hand, deren Hilfe ich möglicherweise noch dringend benötige, nicht öffentlich wegschlagen.

    Die CHF 13'000 Preisvorteil darf man gerne mitnehmen. Dann gehört aber auch dazu, vor dem Kauf schriftlich abzusichern, welche Garantien, Leistungen und Herstellerzugänge Bestandteil dieses günstigeren Pakets sind.

    Wenn diese Abklärungen versäumt wurden, sollte der erste Adressat nicht der Schweizer Generalimporteur sein, sondern der Händler, der das Fahrzeug verkauft hat:

    Von Rotz.

    Dort würde ich zuerst für belastbare Fakten sorgen – und erst danach öffentlich beurteilen, wer sich korrekt verhalten hat und wer vielleicht nicht.

    Einen lieben Gruss

    Paolo