Hier eine Sache die bei Tesla zu beachten ist. V4 ist nicht unbedingt V4!
Ja, die Tesla V4 Supercharger-Säulen unterstützen theoretisch Spannungen von bis zu 1.000 Volt und sind damit für die 800-Volt-Architektur moderner Elektrofahrzeuge ausgelegt.
Allerdings gibt es in der Praxis aktuell noch eine wichtige Einschränkung bei der Ladegeschwindigkeit, da die Ladeleistung vom angeschlossenen Gleichstrom-Gleichrichter (Cabinet) im Hintergrund bestimmt wird:
- Die Ladesäule (V4 Dispenser): Das Gehäuse, das Kabel und der Stecker der V4-Generation sind für höhere Spannungen (bis zu 1.000 V) und Stromstärken (bis zu 615 A) zertifiziert. Sie verfügen zudem über längere Kabel und ein kleines Display mit Bezahlfunktion.
- Die Leistungseinheit (V3 vs. V4 Cabinets): An den meisten aktuellen Standorten (wie auch in Saarbrücken) sind die V4-Säulen noch an die V3-Leistungsschränke im Hintergrund angeschlossen. Diese liefern maximal rund 500 Volt.
- Auswirkung auf 800V-Fahrzeuge: Wenn du ein Auto mit 800-Volt-Architektur (z. B. Porsche Taycan, Hyundai Ioniq 5/6, Kia EV6) an einer solchen Kombination lädst, muss das Fahrzeug die Spannung mithilfe des bordeigenen Konverters von 400 V auf 800 V hochtransformieren. Dadurch ist die Ladeleistung meist auf rund 100 kW bis maximal 150 kW limitiert
– die vollen 250 kW oder mehr können nicht abgerufen werden.
Ausblick: Echte 800V-Ladung mit V4 Cabinets
Tesla rollt schrittweise die neuen V4 Cabinets aus. Sobald ein Standort vollständig mit dieser neuen Infrastruktur im Hintergrund ausgestattet ist, liefert das System eine native Spannung von 350 V bis 1.000 V. Erst dann können 800-Volt-Fahrzeuge an den V4-Superchargern mit ihrer maximalen Geschwindigkeit (oft deutlich über 200 kW) laden, ohne dass das Auto die Spannung intern anpassen muss.