Geht schon
Erweiterung PV Anlage / Zweiter Zähler ?
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Ok - also werde ich tatsächlich nicht wirklich drum herum kommen nochmal mit meinem Elektriker / Wärmepumpenbauer zu sprechen - ob und wie es Sinn macht evtl wenigstens einen Zweiten Zähler für die WP zu verbauen - und in wie fern die Angebotene Lösung für die PV einstellbar ist mit der Abrechnung etc .
Ich danke euch für die vielen Antworten. Ich bin definitiv etwas schlauer was das ganze Thema angeht - hoffe weiterhin auf regen Austausch

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Ich hatte zu Anfang meiner BEV-Zeit mangels Option, was an der PV-Anlage ändern zu dürfen (wg. spezieller Regelung für Eigenverbrauch war/ist keine Neukonfiguration und auch kein Speicher zulässig), versucht, ein typisches Verhalten zu simulieren. Damit verbunden ist schon mal die Aussage, daß das finanzielle Ergebnis sehr stark an der Einspeisevergütung und den Konditionen für Eigenverbrauch hängt. Wir haben eine PV-Anlage aus 2011. Damals wurde Eigenverbrauch mit 50% der Einspeisevergütung gefördert. Man könnte sich denken, daß dies günstig für große Batteriespeicher wäre. Aber faktisch ist es nicht so.
Heute bekommt man 7.7 bis 12.22 ct / kWh, da sieht es natürlich anders aus, aber trotzdem darf man sich nicht zuviel erwarten.
Und dann hängt es natürlich sehr stark von der Fahrleistung ab. Man kann sich leicht vorstellen, daß die Gesamtkapazität der Batterie pro Tag in etwa dem Verbrauch durch die Fahrleistung entsprechen sollte.
- Täglich zu wenig gefahren: Speicherbatterie kann nicht genügend entladen werden
- Täglich zu viel gefahren: Speicherbatteriekapazität reicht nicht
Folgende Überschlagsrechnung:
Mit einem typischen Fahrprofil mit mindestens etwa 55-60 km/Tag (Arbeitsweg hin-rück plus noch ein paar andere Besorgungen, alles vor Corona) entsprach dies in etwa einem Verbrauch von 10 kWh. Sprich, die Batterie hätte so dimensioniert werden müssen, daß sie 10 kWh pro Tag bereit hielte. Das Ganze hätte theoretisch von ca. März- September funktioniert. Realistisch muß man natürlich Schwankungen einplanen, der Januar etwa hatte 240 kWh Ertrag gebracht, der Februar dagegen nur 85.
Die Simulation hatte gezeigt, daß sich die Investition niemals gerechnet hätte.
Während und nach Corona mit Home-Office Option stellt sich das etwas besser da. Ich fahre an ca. 2 Tagen ins Büro, ansonsten nur sehr sporadisch (oder Fahrrad). Im Sommer könnte ich theoretisch somit 70 kWh ins den Akku laden. Das gäbe mit meinen Konditionen aus 2011 eine Ersparnis von gut 9 Euro. Also einmal von 10-80% in etwa.
Im Winter dementsprechend deutlich weniger.
Auch da zeigt, sich, daß ein Payback nicht so ohne weiteres realisiert. Theoretisch würde ich größenordnungsmäßig in 32 Wochen hinkommen, also vielleicht 300 Euro pro Jahr.
Dagegen muß man rechnen, daß man pro Tag in meinem Fall einen Grundbedarf von 230 W/h hat, also auch am Tag 5.5 kWh bzw. 70 ct spart. Diese Energie kann man jetzt dazurechnen, wenn die Anlage den Speicher schon befüllt hat, oder abziehen. Im Winter müßte man sich entscheiden, im Sommer reicht es natürlich immer für beides. Jedenfalls kann man anstatt Speicher füllen auch einspeisen, was dann einer Summe von 255 Euro führt.
So gesehen ist die Differenz nicht weltbewegend.
Dazu kommt noch ein weitere Effekt, den wir beim Genesis bzw. den Berichten über die On-Board Lader (ICCU bei Hyundai) gelernt haben. Je nach Konstruktion vertragen die Geräte das Switch-On/Off beim Überschußladen nicht unbedingt gut. Das kann beim Zeekr natürlich ganz anders sein, aber die Circuits und Switches leiden natürlich bei Schaltvorgängen durch die Peaks etwas mehr als bei kontinuierlicher Ladung. Ob sich das negativ auswirkt, wissen wir zwar nicht mit Sicheheit, aber bei Hyundai war's definitiv so.
Was ist der Ausweg? Bedingt durch die noch 6 Jahre laufende Einspeisevergütung und der damit verbundenen Festlegung auf die Angangskonfiguration habe ich jetzt eine Anker Solix mit 4x500W Panels und 5.4 kWh Speicher angeschafft. Der Akku wird fast jeden Tag voll. Je nach Bedarf route ich - semi-automatisiert - Energie entweder ins Haus oder gebe sie ab, wenn ich unsere BEV Lade. Am Tag erhöht er die Einspeisung, am Abend käme immer dieser Ertrag quasi in den Akku.
Gesamt: Super wäre entweder eine PV-Anlage, die 3h mindestens 22kW Peak liefert, oder ein groß dimensionierter Speicher oder beides. Die "Balkon"-Speicher sind günstig, aber nicht bei allen kriegt man die Größe hin. Mit einer klassischen PV-Speicherkombination und den derzeitigen Einspeisevergütungen wird es nicht einfach, einen "Business Case" zu realisieren.
Anders betrachtet: wir zahlen bei einem Gesamtverbrauch von ca. 7500 kWh pro Jahr derzeit 2350 Euro pro Jahr für Strom. Unsere Einspeisevergütung beläuft sich auf 1200 Euro pro Jahr. In unserem Fall ist die Differenz zu klein, als daß sich eine signifikante Investition lohnen würde.
Wie gesagt, das zeigt, daß man jeden Fall sehr gut durchrechnen muß. Außer man handelt "altruistisch" und will auf jeden Fall was Gutes für die Co2 Bilanz tun.
Grüße an alle Solarfreunde!
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